Raffaels Vater war Hofmaler in der italienischen Kleinstadt Urbino. Raffael kam so schon als Kind mit Kunstwerken und höfischen Umgangsformen in Berührung.

Obwohl er schon in der Kindheit schwere Schicksalsschläge hinnehmen muße, 1491 starb seine Mutter und drei Jahre darauf sein Vater, soll er ein freundliches Wesen gehabt haben.

Raffael erhielt die Grundausbildung bei seinem Vater. Ein weiterer wichtiger Lehrer war Pietro Perugion, dessen Einflüsse an den frühen Werken Raffael`s deutlich zum Tragen kommen.

Ende 1504 ging er nach Florenz, hier entstanden zahlreiche Madonnen.
In dieser Zeit lernte er die Werke von Leonardo da Vinci und Michelangelo kennen und ließ sich von ihnen inspirieren.

Als er 1508 nach Rom berufen wurde, war er schon ein bekannter Künstler und ein Idol.
Er stattete die päpstlichen Gemächer für Papst Julius II. aus, die sogenannten Stanzen, und fertigte Entwüfe für Wandteppiche der sixtinischen Kapelle.

Raffael, Günstling des Papstes, wurde mit Aufträgen überhäuft und beschäftigte 50 Schüler.
Im Jahre 1514 wurde er zum Chefarchitekt des St. Peter benannt und mit den Ausgrabungen der römischen Altertümer betraut.

1517 beauftragte Kardinal Giulio de Medici Raffael mit einer Arbeit für die Kathedrale in Narbone.
Dieses Gemälde, die "Verklärung Christi" stellt eines seiner berühmtesten Werke dar.

Zur Vorbereitung seiner Werke fertigte Raffael Skizzen und übertrug diese auf Kanton und verfügte über einen effizient organisierten Werkstattbetrieb .

Raffael starb im Alter von nur 37 Jahren an den Folgen eines Sumpffiebers und ganz Rom trauerte.
Trotz seines kurzen Lebens beeinflußte Raffael die darauffolgenden Künstlergenerationen nachhaltig und zählt zu den herausragendsten Meistern der Hochrenaissance.